Die Berlinale öffnet an diesem Donnerstag, dem 13. Februar, ihre Türen für ihre 75. Ausgabe, die von einem besonderen politischen Kontext in Deutschland geprägt ist. Wenige Tage vor den vorgezogenen Bundestagswahlen machen die Berliner Filmfestspiele erneut Schlagzeilen, indem sie ihre Rolle als engagierte Plattform wahrnehmen. Anlass der Eröffnungszeremonie ist die Verleihung eines Goldenen Ehrenbären an die britische Schauspielerin Tilda Swinton, eine Schlüsselfigur des Autorenkinos.
Der deutsche Regisseur Tom Tykwer ist der diesjährige Eröffnungsfilm mit The Light, ein Sozialdrama, das die Spannungen der Gegenwart anhand der Geschichte eines syrischen Einwanderers untersucht. Bekannt für Lauf, Lola, laufkehrt er zum Kino zurück, nachdem er mehrere Jahre der Serie gewidmet hat Babylon Berlin. Auf einer Pressekonferenz betonte er die Bedeutung des Kinos in einem Kontext, in dem „die Demokratie erneut von Kräften in Frage gestellt wird, die ausschließen und marginalisieren wollen.“
Der Vorsitzende der Jury, der amerikanische Filmemacher Todd Haynes, wird die schwierige Aufgabe haben, zusammen mit Juroren wie der chinesischen Schauspielerin Fan Bingbing und dem französisch-marokkanischen Regisseur Nabil Ayouch zwischen den 19 Wettbewerbsfilmen zu entscheiden. Unter den konkurrierenden Werken finden sich namhafte Namen wie Richard Linklater, Hong Sang-soo, Michel Franco und Radu Jude.
Was den Glamour angeht, werden bei der Berlinale 2025 führende Persönlichkeiten aus Hollywood begrüßt. Timothée Chalamet wird voraussichtlich präsentieren Ein völlig Fremder, ein Biopic über Bob Dylan, während Robert Pattinson zur Verteidigung kommen wird Micky 17, Bong Joon-hos neuster Film. Zu den angekündigten Stars gehören ebenfalls Jessica Chastain, Marion Cotillard und Ethan Hawke.
Unter der Leitung von Tricia Tuttle, die in diesem Jahr die Leitung des Festivals übernimmt, versucht Berlin, angesichts der Konkurrenz aus Cannes und Venedig seinen Glanz zurückzugewinnen. Zwischen politischem Engagement und dem Aufstieg internationaler Produktionen verspricht diese 75. Ausgabe ein Schlüsselmoment im Weltkino zu werden.