Weltmeisterschaft – Unglaubliches Pech für England: Nach der Schießerei, dem Erdbeben und dem Raubüberfall nun auch noch eine Tornadowarnung!
Weltmeisterschaft – Unglaubliches Pech für England: Nach der Schießerei, dem Erdbeben und dem Raubüberfall nun auch noch eine Tornadowarnung!

Kaum in Kansas City angekommen, erlebte das englische Team in seinen Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2026 einen weiteren Schreckmoment. Am Samstagabend erhielten Spieler und Betreuer Notfallmeldungen mit der Anweisung, Schutz zu suchen, da ein schweres Gewitter über das Gebiet um ihr Basislager hinwegfegte. Die Anweisungen waren eindeutig: Begeben Sie sich in ein stabiles Gebäude, halten Sie sich von Fenstern fern und meiden Sie jeglichen Kontakt mit herumfliegenden Trümmern.  

Sofortige Anweisung: Bleiben Sie drinnen.

Die englische Delegation war gerade in der Gegend von Kansas City angekommen, wo sie ihr WM-Basislager aufgeschlagen hat. Die Three Lions trainieren im Swope Soccer Village, einer Anlage mit neun Plätzen, und wohnen im Inn at Meadowbrook, etwa zwanzig Minuten vom Trainingsgelände entfernt. Am Samstagabend verschlechterte sich die Wetterlage rapide. In der ganzen Stadt heulten die Sirenen, und automatische Warnmeldungen wurden an die Handys verschickt. Den Spielern wurde geraten, in ihren Zimmern oder in geschützten Bereichen zu bleiben, bis die Gefahr vorüber war.  

Starke Winde, Hagel und Tornadogefahr

Der lokale Wetterbericht sagte Gewitter mit sehr starken Windböen voraus, die Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h erreichen konnten. Außerdem waren großer Hagel und vereinzelt Tornados zu erwarten. Die kritischste Phase wurde für den Abend prognostiziert, da die Gewitter allmählich nach Südosten zogen. Für die Region Kansas City galt bis 23 Uhr eine Tornado-Warnung. In einigen Teilen des Ballungsraums wurden im Laufe des Abends weitere, gezielte Warnungen herausgegeben, bevor diese nach und nach aufgehoben wurden.  

Ein turbulenter Beginn des Aufenthalts

Diese Wetterwarnung gesellt sich zu einer Reihe unglaublicher Vorfälle hinzu, die Englands Vorbereitung in den USA überschattet haben. Noch vor der Ankunft des Teams in Kansas City wurden neun Menschen bei einer Schießerei auf der Troost Avenue, etwa sechs Kilometer vom Swope Soccer Village entfernt, verletzt. Die Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich, und das englische Team war zu diesem Zeitpunkt noch nicht am Tatort eingetroffen.  

Während des Transfers der Delegation von Florida nach Kansas City kam es zu einem Diebstahl von Ausrüstung. Ein Teil der Trainingsausrüstung wurde entwendet, wichtige Gegenstände konnten jedoch wiedergefunden und zwei Personen festgenommen werden. Der Vorfall beeinträchtigte die Wiederaufnahme der Feldarbeit nicht.  

Wenige Tage zuvor, als England noch in Florida war, war ein Erdbeben der Stärke 6,1 vor der Küste Kubas bis nach Orlando und Miami spürbar. Örtlich wurden keine größeren Schäden oder Verletzungen gemeldet, dennoch wurden mehrere Gebäude evakuiert.  

Die Vorbereitungen werden dennoch fortgesetzt.

Aus sportlicher Sicht bleibt Englands Spielplan unverändert. Das Team von Thomas Tuchel bereitet sich auf sein Auftaktspiel in Gruppe L gegen Kroatien vor, das am 17. Juni im Dallas Stadium stattfindet. Anschließend trifft England am 23. Juni in Boston auf Ghana, gefolgt von Panama am 27. Juni in der Region New York/New Jersey. Das Trainingslager in Kansas City ist weiterhin geöffnet. Die Spieler konnten nach ihrer Ankunft in einem sicheren Umfeld trainieren, da die Polizei den Eingang des Komplexes bewachte. Die Tornadowarnung führte hauptsächlich zu einer Schließung des Trainingslagers aus Sicherheitsgründen und verdeutlichte eindrücklich die mitunter extremen Wetterbedingungen im amerikanischen Mittleren Westen.  

Eine Weltmeisterschaft, die unter Spannung beginnt

Für England fühlt sich der Start in die WM-Kampagne in den USA wie eine ungewöhnliche Verkettung von Ereignissen an: eine Schießerei in der Nähe des zukünftigen Trainingslagers, ein Erdbeben in Florida, Ausrüstungsdiebstahl und dann noch eine Tornadowarnung in Kansas City. Bislang hat keines dieser Ereignisse die Teilnahme der Three Lions oder ihre unmittelbaren Vorbereitungen gefährdet. Dennoch beginnt die englische Nationalmannschaft ihre WM-Kampagne in einer deutlich turbulenteren Atmosphäre als erwartet.