Weltmeisterschaft – Thomas Partey wegen Vergewaltigung angeklagt und aus Kanada verbannt: Ghana verliert einen Schlüsselspieler
Weltmeisterschaft – Thomas Partey wegen Vergewaltigung angeklagt und aus Kanada verbannt: Ghana verliert einen Schlüsselspieler

Der ghanaische Mittelfeldspieler Thomas Partey wird Ghanas Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft 2026 gegen Panama am 17. Juni in Toronto verpassen. Sein Visum für Kanada wurde abgelehnt.

Kanada sagt nein, Ghana verliert einen Stammspieler.

Thomas Partey kann Ghana nicht zum ersten Gruppenspiel der Gruppe L gegen Panama nach Toronto begleiten. Der 32-jährige Mittelfeldspieler, der für Villarreal spielt und zuvor beim FC Arsenal unter Vertrag stand, befindet sich zwar weiterhin mit der ghanaischen Nationalmannschaft in den USA, darf aber nicht nach Kanada einreisen. Diese Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf das Spiel Ghana gegen Panama, das im Toronto Stadium stattfinden soll.  

Ein schwerwiegender Kriminalfall im Vereinigten Königreich

Partey ist derzeit in Großbritannien wegen sieben Fällen von Vergewaltigung und einem Fall von sexueller Nötigung angeklagt. Das ursprüngliche Verfahren, das im Juli 2025 eingeleitet wurde, umfasste fünf Anklagen wegen Vergewaltigung und eine Anklage wegen sexueller Nötigung. Die Taten betrafen drei Frauen und mutmaßliche Vorfälle zwischen 2021 und 2022. Später kamen zwei weitere Anklagen wegen Vergewaltigung hinzu, die sich auf eine weitere Klägerin und mutmaßliche Vorfälle aus dem Jahr 2020 beziehen.  

Ein bevorstehender Prozess

Der Spieler hat sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig erklärt. Er ist nicht verurteilt und gilt bis zum Abschluss des Verfahrens als unschuldig. Sein Prozess, der ursprünglich früher stattfinden sollte, ist nun für Juni 2027 vor britischen Gerichten angesetzt.  

Die Fortsetzung der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten ist noch möglich.

Kanadas Absage bedeutet nicht, dass er für die gesamte Weltmeisterschaft ausfällt. Partey darf mit der ghanaischen Nationalmannschaft in die USA reisen. Er steht somit für Ghanas zwei verbleibende Gruppenspiele zur Verfügung: gegen England am 23. Juni in Boston und gegen Kroatien am 27. Juni in Philadelphia.  

Eine Migrationsentscheidung, keine sportliche.

Die FIFA hat keine Befugnis, die Einreise eines Spielers in ein Gastland anzuordnen. Visaentscheidungen liegen in der Verantwortung der nationalen Behörden. Im Fall von Partey wurde ihm die Einreise von Kanada verweigert, weshalb er für das Spiel in Toronto nicht zur Verfügung steht.  

Unmittelbare Folge: eine Lücke in der ghanaischen Startelf

Aus sportlicher Sicht verliert Ghana im Auftaktspiel des Turniers einen seiner erfahrensten Mittelfeldspieler. Partey ist ein Schlüsselspieler der Black Stars, und sein Ausfall zwingt das Team, sein Mittelfeld von Beginn an neu zu strukturieren. Der Spielplan lässt keinen Raum für Fehler: Ghana startet gegen Panama in Kanada, gefolgt von zwei entscheidenden Spielen auf amerikanischem Boden.