Die französische Mannschaft wird bei der Weltmeisterschaft 2026 ohne Spieler von Olympique Marseille antreten. Didier Deschamps Frankreich hat 26 Spieler für das Turnier nominiert, darunter keinen Spieler von Olympique Marseille. Das ist das erste Mal seit 40 Jahren, dass die Équipe Tricolore an einer Weltmeisterschaft teilnimmt.
Eine Serie, die zu Ende geht
Seit 1986 stellte Olympique Marseille (OM) stets mindestens einen Spieler im französischen WM-Kader. Ausnahmen bildeten die Jahre 1990 und 1994, in denen sich Frankreich nicht qualifizieren konnte. Die Serie begann 1998 mit Laurent Blanc und Christophe Dugarry, die mit der französischen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel gewannen. Es folgten 2002 Frank Lebœuf, 2006 Fabien Barthez und Franck Ribéry sowie 2010 Steve Mandanda und Mathieu Valbuena. 2014 lief Valbuena erneut für OM auf. 2018 gehörten Mandanda, Adil Rami und Florian Thauvin zum Kader, der in Russland den Titel holte. 2022 waren Mattéo Guendouzi und Jordan Veretout in Katar dabei.
Pavard konnte den Trend nicht umkehren.
Benjamin Pavard galt als aussichtsreichster Kandidat für die Nationalmannschaft. Letztendlich wurde er jedoch nicht nominiert. Seine Nichtberücksichtigung bedeutet somit einen klaren Bruch: Kein Spieler aus dem Kader von Marseille wird bei dieser Weltmeisterschaft das französische Nationaltrikot tragen.
Balerdi fällt für Argentinien aus
Die Situation um Leonardo Balerdi ist ein weiterer Rückschlag für OM. Der argentinische Verteidiger, der ursprünglich im Kader von Lionel Scaloni stand, wird nun doch nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Nachdem er sich im Training mit der argentinischen Nationalmannschaft die rechte Wade verletzt hatte, musste der Spieler von Marseille seine Teilnahme absagen.