Am Sonntag erhob der Gewerkschaftsverband des Hotel- und Gastgewerbes (Umih) Einspruch gegen die geplante Reform der Essensgutscheine. Frank Delvau, Präsident des Umih Île-de-France, warf der Regierung gegenüber franceinfo vor, „große Einzelhändler auf Kosten der Gastronomen zu bevorzugen“, obwohl die Regierung an einer Reform arbeite, die den Einsatz von Gutscheinen in Lebensmittelgeschäften beibehalten würde. In einem Punkt stimmt der Verband jedoch mit der Regierung überein.
Der für KMU, Handel, Handwerk, Tourismus und Kaufkraft zuständige Minister plant, bis zum Sommer einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Nutzung von Besteck an Sonntagen erlaubt – eine Erweiterung, die Frank Delvau begrüßt, wie einen Hauch frischer Luft in einem Berufsstand, der sein Besteck und seine Gewinnspannen bis auf den letzten Cent genau berechnet.
Die Umih fordert eine „inflationsgebundene Sicherheit“ und greift die Kommissionen an.
Gestützt auf Zahlen geht der UMIH (Union of Hotel and Restaurant Trades and Industries) davon aus, dass der Wandel bereits im Gange ist: 45 % der Essensgutscheine werden demnach in Supermärkten eingelöst, verglichen mit 31 % in Restaurants. Der Anteil der Supermärkte steigt, während er in Restaurants sinkt. Gleichzeitig behauptet Frank Delvau, dass „täglich 25 Restaurants schließen“ und hält es für „skandalös“, dass Essensgutscheine weiterhin so häufig in Supermärkten verwendet werden, als ob der für das Mittagessen gedachte Gutschein nur noch ein kleines Wechselgeld an der Kasse wäre.
Um die Kontrolle zurückzugewinnen, schlägt die Organisation die Einführung eines separaten „Inflationsausgleichsgutscheins“ oder eines differenzierten Ausgabenlimits je nach Einkaufsort vor, mit einem Höchstbetrag von 25 € in Restaurants und 15 € in Supermärkten. Ein weiterer, technischerer, aber dennoch sehr konkreter Ansatz konzentriert sich auf die Gebühren, die in Restaurants auf 4 % geschätzt werden, verglichen mit durchschnittlich 0,5 % bei Bankkarten, sowie auf die Forderung nach einer Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen für Beschäftigte im Dienstleistungssektor. Die für den Sommer angekündigte Gesetzgebung verspricht bereits, den Kampf zwischen Supermärkten und Restaurants neu zu entfachen.
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