Kraftstoffpreise: Die Regierung führt eine Kontrollwelle an Tankstellen durch.
Kraftstoffpreise: Die Regierung führt eine Kontrollwelle an Tankstellen durch.

Angesichts der rasant gestiegenen Kraftstoffpreise kündigte Premierminister Sébastien Lecornu die Einführung eines außerordentlichen Kontrollsystems an Tankstellen an. Zwischen Montag und Mittwoch werden 500 Kontrollen von der Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) durchgeführt, um das Fehlen missbräuchlicher Praktiken zu überprüfen.

Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen aufgrund der Spannungen im Nahen Osten in den letzten Tagen stark gestiegen sind. Diesel kostet nun rund zwei Euro pro Liter, ein Anstieg von etwa 25 Cent innerhalb einer Woche. Die Regierung ist der Ansicht, dass die internationale Lage nicht als Rechtfertigung für ungerechtfertigte Preiserhöhungen herangezogen werden sollte.

Ein Anstieg im Zusammenhang mit den rasant steigenden Ölpreisen

Die Behörden weisen darauf hin, dass sich Änderungen der Rohölpreise nicht unmittelbar in den Kraftstoffpreisen für Autofahrer niederschlagen. Mehrere Schritte zwischen Ölkauf, Raffinerie, Transport und Vertrieb führen zu einer Verzögerung bei der Weitergabe von Preiserhöhungen.

Laut Wirtschaftsanalysen macht sich mehr als die Hälfte jeder Ölpreisänderung in der Regel innerhalb einer Woche an den Zapfsäulen bemerkbar, fast 90 % sogar innerhalb der darauffolgenden zehn Tage. Jede Preiserhöhung von einem Dollar pro Barrel bedeutet somit für Verbraucher etwa einen Cent mehr pro Liter.