Der Verbraucherverband Que Choisir Ensemble schlägt Alarm, nachdem er zehn Sonnenschutzmittel getestet hat, die auf den chinesischen Plattformen Temu, Shein und AliExpress verkauft werden. Die Ergebnisse sind verheerend: Neun von zehn Produkten bergen Gesundheitsrisiken und entsprechen nicht den europäischen Vorschriften. Einige Produkte bieten nicht einmal den auf der Verpackung versprochenen Sonnenschutz und setzen die Nutzer somit direkt UV-Strahlen aus. Der Verband hat beschlossen, ARCOM (die französische Verbraucherschutzbehörde) zu kontaktieren und diese schwerwiegenden Verstöße der Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) zu melden.
Verbotene Substanzen nachgewiesen
Tests haben gravierende Mängel im Produktschutz aufgedeckt, die die Gesundheit der Verbraucher gefährden. Neben ihrer Unwirksamkeit enthalten einige Cremes Inhaltsstoffe, die in Europa verboten sind. Diese gefährlichen Substanzen entgehen den Standardkontrollen, da die Produkte direkt aus China importiert werden und somit die traditionellen, streng kontrollierten Vertriebswege umgehen. Bis vor Kurzem wurden diese Artikel trotz ihrer eklatanten Verstöße weiterhin auf Online-Marktplätzen angeboten.
Ein besorgniserregendes regulatorisches Vakuum
Diese Enthüllungen sind Teil eines umfassenderen Kontextes erhöhter Wachsamkeit gegenüber Produkten, die von chinesischen E-Commerce-Giganten vertrieben werden. Französische Behörden warnen immer häufiger vor der Qualität und Sicherheit der auf diesen Webseiten angebotenen Artikel, die in Frankreich dennoch einen durchschlagenden kommerziellen Erfolg verzeichnen. Der Fall der Sonnencreme verdeutlicht die Schwächen des derzeitigen Kontrollsystems angesichts dieser neuen Vertriebskanäle, die sich weitgehend der europäischen Gesundheitskontrolle entziehen.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.