Die französische Wettbewerbsbehörde hat gegen mehrere Akteure der Biobranche Bußgelder in Höhe von insgesamt 12,67 Millionen Euro verhängt. Ihnen wird vorgeworfen, über sieben Jahre lang Preisabsprachen getroffen zu haben. Im Zentrum des Komplotts stand der Branchenverband Synadis Bio, der Unternehmen wie Biocoop, Naturalia und La Vie Claire vertritt. Allein dieser Verband erhielt eine Strafe von 10 Millionen Euro.
Laut der Behörde bestand diese Strategie darin, den Verkauf derselben Bioprodukte sowohl in Fachgeschäften als auch in herkömmlichen Supermärkten zu verhindern. Ziel war es, einen direkten Preisvergleich zwischen diesen beiden Vertriebskanälen zu vermeiden, der die Preise hätte drücken können.
Eine organisierte Marktsegmentierung
Auch andere Beteiligte wurden für ihre Teilnahme an dieser Vereinbarung bestraft. Die mit Carrefour verbundene E-Commerce-Plattform Greenweez wurde mit einer Geldstrafe von 1,85 Millionen Euro belegt, während Unternehmen der Intermarché-Gruppe geringere Strafen erhielten.
Die Wettbewerbsbehörde ist der Ansicht, dass diese Marktstruktur zu anhaltend höheren Preisen in Bio-Fachgeschäften beigetragen hat, mit einem Preisunterschied von bis zu 30 % gegenüber Supermärkten. Einige Anbieter sahen sich sogar gezwungen, je nach Vertriebskanal unterschiedliche Marken für dasselbe Produkt zu entwickeln.
Praktiken, die als wettbewerbswidrig gelten
Diese Sanktionen zielen darauf ab, wettbewerbswidrige Praktiken zu unterbinden und die Transparenz für Verbraucher zu erhöhen. Die Behörde betont jedoch, dass Bio-Händler sich weiterhin differenzieren können, insbesondere durch die Qualität oder die Standards ihrer Produkte, ohne dabei den freien Preiswettbewerb zu behindern.
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