Nach dem Osterwochenende steigen die Kraftstoffpreise erneut. Maud Bregeon, Staatssekretärin im Energieministerium, schätzte am Dienstag, dem 7. April, in einem Interview mit RMC/BFMTV, dass an „etwa 18 %“ der Tankstellen mindestens ein Kraftstoffprodukt nicht mehr vorrätig sei.
Es ist wichtig zu beachten, dass es sich hier um Teilengpässe handelt: Es geht nicht um Tankstellen, die komplett leer sind, sondern um Zapfsäulen, an denen ein bestimmter Kraftstoff fehlt, was jedoch ausreicht, um Ärger und Umwege für Autofahrer zu verursachen.
TotalEnergies steht im Mittelpunkt der meisten Spannungen.
Der Minister führt diese Spannungen auf „Logistik- und Transportprobleme“ zurück, da sich die Lieferungen bis nach den Feiertagen verzögern. Der Kern des Problems liegt jedoch primär bei einem einzigen Netzbetreiber: TotalEnergies. Laut Maud Bregeon gehören „83 %“ der Tankstellen mit Lieferengpässen zu dieser Marke, während der Anteil bei anderen nur etwa 4 % beträgt. Ein typisch französisches Paradoxon, fast schon ein mechanischer Widerspruch: Wenn ein Unternehmen die Preise deckelt, lockt es mehr Kunden an, seine Tankstellen verzeichnen mehr Betrieb, die Tanks füllen sich schneller … und die geringste Lkw-Verspätung macht sich sofort an der Zapfsäule bemerkbar.
TotalEnergies hält seit Beginn des Krieges im Nahen Osten an seinen 3.300 Tankstellen in Frankreich einen Höchstpreis von 1,99 € pro Liter Benzin und 2,09 € pro Liter Diesel fest. Diese Maßnahme soll bis einschließlich Dienstag gelten. Die Branche zeichnet jedoch ein deutlich düstereres Bild: Olivier Gantois, Präsident des französischen Erdölindustrieverbandes, berichtet, dass an jeder vierten Tankstelle mindestens ein Kraftstoff knapp ist. Er merkt zudem an, dass die Preiserhöhung im März den Verbrauch nicht gesenkt habe; dieser sei im Vergleich zum Vorjahr um 1 % gestiegen. Mit anderen Worten: Das Land operiert weiterhin mit hohen Preisen und begrenzten Ressourcen. Die altbekannte Frage, die immer dann aufkommt, wenn es zu Störungen im Versorgungsplan kommt, lautet: Wie lange kann die Lieferkette reibungslos funktionieren, wenn die Nachfrage weiterhin hoch ist?
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