Laut Informationen hat die Regierung einen Zeitplan festgelegt, der die breite Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Frankreich ab 2027 ermöglichen soll. France Inter Freitag. Nach jahrelangem Zögern haben die Gesundheitsbehörden mit der Ausarbeitung der für die Herstellung, Zulassung und Kostenerstattung dieser Behandlungen notwendigen Rechtsvorschriften begonnen.
Innerhalb eines Monats müssen alle Beteiligten – Hersteller, Patientenverbände und Apotheker – zu einem Verordnungsentwurf Stellung nehmen. Dieser Text muss dem Staatsrat bis Ende Juni vorgelegt werden, um die Kriterien festzulegen, nach denen die französische Gesundheitsbehörde (HAS) im Herbst über den therapeutischen Nutzen und die Erstattungsbedingungen entscheiden muss.
Eine Stellungnahme wird im Herbst erwartet.
Die französische Gesundheitsbehörde HAS wird anschließend den Nutzen von medizinischem Cannabis für Patienten mit Erkrankungen wie Krebs, Epilepsie oder chronischen, therapieresistenten Schmerzen bewerten müssen. Ein zweites, bereits als vorbereitet angekündigtes Dekret soll den Weg für die künftige Vermarktung von Arzneimitteln auf Cannabisbasis ebnen.
Bislang beschränkt sich die Anwendung auf ein 2021 eingeführtes, experimentelles Gerät, dessen Anwendung bereits mehrfach verlängert wurde. Dank einer befristeten Zulassung profitieren derzeit nur wenige hundert Patienten davon, obwohl die im Rahmen der Studie durchgeführten Auswertungen eine deutliche Verbesserung der Symptome ohne unerwartete Nebenwirkungen zeigten.