Trotz des zunehmenden Konsums vegetarischer Ernährung und pflanzlicher Alternativen ist Fleisch nach wie vor tief in den globalen Essgewohnheiten verankert. Laut einer von Statista veröffentlichten Studie, die in 32 Ländern durchgeführt wurde, gaben 91 % der Befragten an, Fleisch zu konsumieren. Dies bestätigt die zentrale Rolle von Fleischprodukten in der Ernährung eines Großteils der Weltbevölkerung.
Dieser Trend findet vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Produktion statt. Im Jahr 2024 wurden weltweit fast 373 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Dieser Anstieg wird insbesondere durch den verbesserten Lebensstandard in vielen Schwellenländern angetrieben, wo der Konsum von tierischem Eiweiß weiter zunimmt.
Argentinien, Südkorea und Spanien führend
Die Studie hebt mehrere Länder hervor, in denen der Fleischkonsum besonders hoch ist. Argentinien führt die Liste mit 97 % der Befragten an, die angaben, Fleisch zu konsumieren, gefolgt von Südkorea (96 %) und Spanien (95 %). In den meisten der untersuchten Länder geben mehr als neun von zehn Einwohnern an, regelmäßig Fleisch zu essen.
Indien bildet hier eine Ausnahme. Mit nur 56 % Fleischkonsum weist das Land die niedrigste Quote in der Studie auf. Diese Besonderheit lässt sich größtenteils durch den Einfluss religiöser und kultureller Traditionen erklären, die seit Langem den Vegetarismus in weiten Teilen der Bevölkerung begünstigen.
Pflanzliche Alternativen schreiten langsam voran.
Fleisch bleibt zwar weiterhin das dominierende Lebensmittel, doch in einigen Märkten ist ein Wachstum bei pflanzlichen Fleischalternativen zu verzeichnen. In den Niederlanden geben 19 % der Befragten an, regelmäßig pflanzliche Fleischalternativen zu kaufen, verglichen mit 15 % in der Schweiz. Vietnam sticht mit 22 % der Bevölkerung hervor, die regelmäßig pflanzliche Ersatzprodukte konsumieren – der höchste Wert, der in der Studie ermittelt wurde.
Dieser Trend ist jedoch global betrachtet noch begrenzt. Selbst in hoch entwickelten Ländern stellen alternative Produkte im Vergleich zum traditionellen Fleischkonsum weiterhin die Minderheit dar. In Südkorea, einem der Länder mit dem höchsten Fleischkonsum, gaben lediglich 6 % der Befragten an, regelmäßig pflanzliche Alternativen zu kaufen. Dies verdeutlicht, wie weit der Weg noch ist, bis es international zu einem grundlegenden Wandel der Essgewohnheiten kommt.
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