Jim Carreys Anwesenheit bei der diesjährigen César-Verleihung in Paris sorgte für ebenso viel Begeisterung wie Spekulationen. Am Donnerstagabend erhielt der kanadisch-amerikanische Schauspieler im Olympia einen Ehren-César für sein Lebenswerk. Er wurde mit Standing Ovations gefeiert und hielt eine denkwürdige Dankesrede, in der er sich ausgiebig den Fotografen stellte. Doch in den Stunden nach der Veranstaltung kursierte ein Gerücht, das die offensichtliche Tatsache infrage stellte: War der Mann auf der Bühne wirklich Jim Carrey?
Ein Instagram-Post von Alexis Stone löste die Spekulationen aus.
Der Hype begann mit einem Instagram-Post des Make-up-Artists und Performers Alexis Stone, der über 1,4 Millionen Follower hat. Bekannt für seine spektakulären Promi-Verwandlungen mithilfe hyperrealistischer Prothesen und Perücken, teilte Stone Bilder mit einer mehrdeutigen Bildunterschrift: „Alexis Stone als Jim Carrey in Paris“ ("Alexis Stone als Jim Carrey in Paris").
Diese Nachricht, begleitet von Fotos, die den Transformationsprozess dokumentierten, löste in den sozialen Medien eine Welle von Spekulationen aus. Einige Nutzer vermuteten, Jim Carrey habe bei der Zeremonie ein Double eingesetzt. Andere meinten, das Gesicht des Schauspielers wirke verändert, was auf ein anderes Aussehen oder ungewöhnliche Gesten während der Preisverleihung hindeute.
Die virale Verbreitung des Beitrags, verstärkt durch massenhaftes Teilen auf verschiedenen Plattformen, trug zur Verbreitung von Zweifeln bei. Accounts, die sich auf alternative Theorien spezialisiert haben, verbreiteten die Hypothese eines Machtwechsels und nutzten dafür Screenshots und Videoclips des Abends.
Die offizielle Antwort der César-Organisatoren
Angesichts des Ausmaßes der Kontroverse reagierten die Organisatoren der Zeremonie umgehend. In einer Stellungnahme gegenüber dem amerikanischen Medienunternehmen Variety wies der Generaldelegierte der César-Verleihung, Grégoire Caulier, die Spekulationen entschieden zurück. Caulier stellte klar, dass „Jim Carreys Besuch seit dem letzten Sommer geplant war“ und dass der Schauspieler von den ersten Gesprächen an „von der Einladung der Akademie sehr berührt“ gewesen sei.
Laut Grégoire Caulier wurde Jim Carreys Besuch in Paris acht Monate lang akribisch geplant. Er gab an, dass der Komiker mehrere Monate an seiner französischen Rede gearbeitet und sogar die genaue Aussprache bestimmter Begriffe erfragt habe, um sicherzustellen, dass er sich so präzise wie möglich an das französische Publikum wende. „Für mich ist das kein Thema.“, beharrte Grégoire Caulier und zog es vor, zu betonen „seine Großzügigkeit, seine …“Ihre Güte, ihre Wohlwollen, ihre Eleganz.
Jim Carreys Pressesprecher dementiert es
Auch das Umfeld des Schauspielers reagierte. Auf Nachfrage der amerikanischen Website TMZ bestätigte Jim Carreys langjährige Pressesprecherin Marleah Leslie unmissverständlich, dass „Jim Carrey nahm an der César-Verleihung teil und nahm dort seinen Ehren-César entgegen.“Mit dieser Erklärung sollen Spekulationen ein Ende gesetzt und bekräftigt werden, dass der Star persönlich auf der Bühne des Olympia anwesend war.
Bislang haben weder Alexis Stone noch Jim Carrey weitere Erklärungen zu dem ursprünglichen Post abgegeben. Alexis Stone, bekannt für ihre viralen Transformationen und visuellen Hommagen an internationale Prominente, hat sich nicht weiter zu den konkreten Gründen ihrer Nachricht geäußert.
Bislang gibt es keinerlei Beweise für die Theorie eines Doppelgängers. Sowohl die Organisatoren des César-Preises als auch Jim Carreys Umfeld versichern, dass der Schauspieler tatsächlich in Paris war, um seinen Ehren-César entgegenzunehmen, das Publikum zu begrüßen und seine Dankesrede zu halten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Klarstellungen ausreichen, um ein Gerücht, das seinen Ursprung in einer simplen Instagram-Bildunterschrift hat, endgültig aus der Welt zu schaffen.