„Ist Ihre Frage nicht etwas suggestiv?“: Gilles Lellouche korrigiert einen LFI-freundlichen Journalisten in Cannes.
„Ist Ihre Frage nicht etwas suggestiv?“: Gilles Lellouche korrigiert einen LFI-freundlichen Journalisten in Cannes.

Pressekonferenz zum Film MühleDer von László Nemes inszenierte und im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes präsentierte Film löste eine hitzige Debatte über die französische Politik aus. Laut offizieller Festivalbeschreibung schildert der Spielfilm die Verhaftung von Jean Moulin im Juni 1943 und seine anschließende Konfrontation mit Klaus Barbie, dem Chef der Gestapo in Lyon. 

„Halten Sie es für notwendig, gegen die Nationalversammlung vorzugehen?“

Während der Pressekonferenz sagte ein LFI-freundlicher Journalist von Ehrenworte Er interviewte das Filmteam und stellte eine Verbindung zwischen dem Andenken an Jean Moulin und der aktuellen französischen Politik her. Er erwähnte die bevorstehende Präsidentschaftswahl und den Rassemblement National und fragte: „Die Präsidentschaftswahlen finden nächstes Jahr in Frankreich statt. Der Rassemblement National, gegründet von einigen Weggefährten Klaus Barbies, Verrätern an ihrem Land, hat Chancen auf die Macht. Halten Sie es heute für unerlässlich, um das Andenken an Jean Moulin nicht zu verraten, den Rassemblement National entschlossen zu bekämpfen? Glauben Sie auch, dass La France Insoumise, die stärkste Partei der Linken, heute das beste Bollwerk gegen die extreme Rechte darstellt, deren Programm ebenfalls vom Nationalen Widerstandsrat inspiriert ist?“

Gilles Lellouche macht es kurz: „Darauf habe ich keine Antwort.“

Angesichts dieser hochpolitischen Frage entschied sich Gilles Lellouche, der im Film Jean Moulin verkörpert, nicht an der Debatte teilzunehmen. Seine Antwort war kurz und bündig: Ist Ihre Frage nicht etwas suggestiv? Darauf habe ich keine Antwort, Sir. 

László Nemes fokussiert die Debatte auf den Film neu

Regisseur László Nemes ergriff daraufhin das Wort, um den Wortwechsel in den Kontext der Pressekonferenz einzuordnen. „Wir sind wirklich nicht hier, um uns zur französischen Politik zu äußern.“Er erklärte und fügte hinzu, dass das Team versucht habe, „Eine Hommage an Jean Moulin“

Die Episode veranschaulicht, wie ein historischer Film, der einer Schlüsselfigur des Widerstands gewidmet ist, zum Ausgangspunkt einer aktuellen politischen Debatte werden kann. Das Team von Mühle Er weigerte sich daher ausdrücklich, die Präsentation des Films zu einer parteipolitischen Plattform zu machen, und zog es vor, sich auf das zentrale Thema zu konzentrieren: die Erinnerung an Jean Moulin und die Geschichte seiner letzten Kämpfe.