Die serbische Sängerin und Schauspielerin Olivera Katarina, ein Star der 1960er und 1970er Jahre im ehemaligen Jugoslawien, ist am Dienstag, dem 21. Juli, im Alter von 86 Jahren gestorben, wie ihre Familie mitteilte. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Rolle in dem Film „Auch ich traf fröhliche Zigeuner“, unter der Regie des jugoslawischen Filmemachers Aleksandar Petrović.
Ein krönender Erfolg in Cannes 1967
Geboren wurde sie als Olivera Petrovic am 5. März 1940 in Belgrad. Sie brach ihr Jurastudium ab, um ein Jahr in Paris zu verbringen, bevor sie sich nach ihrer Rückkehr nach Jugoslawien an der Belgrader Theaterakademie einschrieb. Schnell erhielt sie erste Rollen, zunächst am Nationaltheater, dann im Film.
Sie war 27 Jahre alt, als „Auch ich traf fröhliche Zigeuner“ bei den Filmfestspielen von Cannes 1967 ausgezeichnet wurde und den Spezialpreis der Jury sowie den Preis der internationalen Filmkritik erhielt. Die Schauspielerin verkörperte die Zigeunersängerin Lence an der Seite von Bekim Fehmiu, einem weiteren Giganten des jugoslawischen Kinos, der 2010 verstarb.
Eine Doppelkarriere in Film und Musik
Unter dem Namen Olivera Vuco wirkte sie in mehreren weiteren Filmen mit und verfolgte parallel eine Gesangskarriere, in der sie serbische und Roma-Volksmusik mit Liedern in Russisch, Japanisch, Rumänisch und Griechisch verband. Laut serbischer Presse gab sie 1968 nicht weniger als 72 Konzerte im berühmten Pariser Olympia.
1969 nahm sie den Vornamen ihrer Mutter, Katarina, als Künstlernamen an. Seit den 1980er Jahren zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, blieb aber eine bedeutende Persönlichkeit der serbischen Kultur.
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