Die begehrteste Trophäe des Kinos entsteht in einer hochgesicherten Schweizer Werkstatt.
Die begehrteste Trophäe des Kinos entsteht in einer hochgesicherten Schweizer Werkstatt.

Wenige Tage vor Beginn der Filmfestspiele von Cannes arbeiten Kunsthandwerker in den Werkstätten von Chopard in der Schweiz noch immer an den letzten Details der prestigeträchtigen Auszeichnung. Seit Ende der 1990er-Jahre fertigt der Juwelier die Trophäe für den besten Film im offiziellen Wettbewerb in Handarbeit an, die zu einem der stärksten Symbole des Weltkinos geworden ist.

Die Anfertigung dieses Goldschmiedekunstwerks erfordert Dutzende von Arbeitsstunden und das Fachwissen von Spezialisten für Gießen, Polieren und Kristallbearbeitung. Die Auszeichnung besteht aus 18-karätigem Gold und ruht auf einem Sockel aus Bergkristall. Jedes Detail wird sorgfältig geprüft, bevor sie unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in den Palais des Festivals überführt wird.

Eine Auszeichnung, die zu einem Luxus- und Prestigeobjekt geworden ist

Die Goldene Palme hat sich im Laufe der Jahre nach und nach zu einem Schaufenster für Schmuckkunst entwickelt. Neu gestaltet von Caroline Scheufele für Chopard, verwendet sie nun Materialien aus zertifiziert verantwortungsvollen Lieferketten, insbesondere „Fairmined“-Gold, das seit 2014 im Rahmen einer Initiative für ethischen Luxus eingesetzt wird.

Die Auszeichnung wird bis zur Abschlusszeremonie des Festivals streng vertraulich behandelt. Um jegliche Zwischenfälle oder eine mögliche Gleichstellung auszuschließen, werden jedes Jahr sogar zwei Exemplare angefertigt. Der Preis, dessen Wert auf mehrere zehntausend Euro geschätzt wird, ist und bleibt vor allem ein Symbol künstlerischer Anerkennung für Filmemacher weltweit.

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