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Elon Musks gescheiterter Versuch, Nolans Odyssee etwas entgegenzusetzen

Elon Musks gescheiterter Versuch, Nolans Odyssee etwas entgegenzusetzen
Elon Musks gescheiterter Versuch, Nolans Odyssee etwas entgegenzusetzen

Nach monatelanger Kritik an Christopher Nolans „Die Odyssee“ kündigte Elon Musk auf seinem Streamingdienst X an, noch vor Jahresende seine eigene Version von Homers Epos zu veröffentlichen. Diese soll vollständig von seiner künstlichen Intelligenz Grok Imagine generiert werden und historisch nah am Originalwerk liegen. Die Ankündigung löste jedoch statt der erhofften Begeisterung eine Welle des Spottes im Internet aus.

Eine offene Feindseligkeit seit Jahresbeginn

Der Milliardär kritisiert seit Januar die Besetzungsentscheidungen des Regisseurs, insbesondere die Besetzung der Schauspielerin Lupita Nyong'o als Helena von Troja und des Transgender-Schauspielers Elliot Page als Sinon. Er warf Christopher Nolan sogar vor, seine künstlerische Integrität verloren zu haben. Mehrere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter die US-amerikanische Fernsehmoderatorin Sunny Hostin (ABC), bezeichneten diese Äußerungen als rassistisch.

Der am 17. Juli veröffentlichte Film „The Odyssey“ war dennoch ein kritischer und kommerzieller Erfolg, der durch diese Angriffe nicht geschmälert wurde. Er spielte am ersten Wochenende weltweit mehr als 250 Millionen Dollar ein und erhielt im CinemaScore die Bewertung A – laut mehreren amerikanischen Fachmedien der beste Kinostart des Jahres für einen Realfilm.

Ein Projekt, das schon im Prinzip lächerlich gemacht wird.

Viele Internetnutzer wiesen auf die Widersprüchlichkeit von Elon Musks Projekt hin, da Homers Odyssee ein 2800 Jahre altes Werk ist, bevölkert von Sirenen, einem Zyklopen und einer Zauberin, die Krieger in Schweine verwandelt – was jeglichen Anspruch auf historische Genauigkeit von vornherein ausschließt. Andere merkten an, dass bereits einige Tage zuvor eine KI-generierte Adaption online veröffentlicht und vielfach verspottet worden war, die zu spät kam, um mit dem neuen Projekt konkurrieren zu können.

Auf Nachfrage des Telegraph zu den Kritikpunkten an seinem Film wies Christopher Nolan die Kontroverse vor dessen Veröffentlichung zurück und glaubte, dass eine solche Debatte, bevor die Öffentlichkeit den Film überhaupt gesehen hatte, naturgemäß sinnlos sei, da noch niemand seinen wahren Inhalt kenne.

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