Drei Jahre nach seinem autobiografischen Film Die FabelmansSteven Spielberg kehrt zu einem Genre zurück, das seit seinen Anfängen Teil seiner Filmografie ist: Science-Fiction. Aber mit Tag der OffenlegungDer Film des amerikanischen Regisseurs, der am 10. Juni in die Kinos kam, erzählt weniger von einer Begegnung mit außerirdischen Wesen, als vielmehr von der Auseinandersetzung mit unserem Verhältnis zu Macht, Wahrheit und dem, was uns verbindet. Der neue Spielfilm, der Thriller, Unterhaltung und tiefgründige Reflexion vereint, führt die wiederkehrenden Themen des Filmemachers fort.
Eine Rückkehr zu Außerirdischen, um über die Gegenwart zu sprechen
Die Geschichte folgt mehreren Charakteren, deren Wege sich schließlich kreuzen. Daniel Kellner, ein ehemaliger Cybersicherheitsexperte, versucht, Informationen zu veröffentlichen, die seiner Meinung nach vor der Welt verborgen werden, während Margaret Fairchild, eine Wettermoderatorin, Phänomene erlebt, die sie sich nicht erklären kann. Nach und nach enthüllt der Film die Idee einer Wahrheit, die von politischen und wirtschaftlichen Interessen kontrolliert wird.
Laut einem Interview, das Steven Spielberg France Télévisions gab, lassen sich die Ursprünge des Projekts auf einen Artikel zurückführen, der von der Zeitung veröffentlicht wurde. New York Times Im Jahr 2017 wurde die Existenz eines Programms des US-Verteidigungsministeriums zur Erforschung von UFO-Sichtungen enthüllt. Der Regisseur erklärt, dass diese Lektüre sein Interesse an unerklärlichen Himmelsphänomenen neu entfacht habe. Das Drehbuch greift zudem eine langjährige Faszination für Staatsgeheimnisse und die amerikanische Faszination für Außerirdische auf – ein Thema, das Spielberg bereits in anderen Filmen behandelt hatte. Begegnungen der dritten Art ou NA
Zwischen Spektakel und humanistischer Meditation
Si Tag der Offenlegung Obwohl der Film die Konventionen des Blockbusters bedient, scheint sein Anspruch woanders zu liegen. Er nutzt Science-Fiction als Mittel, um menschliches Verhalten zu beobachten: die Angst vor dem Unbekannten, das Bedürfnis nach Kontrolle, die Suche nach Sinn und die Schwierigkeit, das zu akzeptieren, was uns übersteigt. Die Besucher von außerhalb werden nicht als spektakuläre Bedrohung dargestellt, sondern als eine Präsenz, die die Figuren zwingt, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Die Kritiken fallen gemischt aus. Franceinfo Culture lobt einen introspektiven und tiefgründigen Film, der die historischen Themen des Filmemachers weiterführt, während Der HuffPost Im Gegenteil, der Film hebt eine Erzählung hervor, die trotz einiger spektakulärer Szenen, der schauspielerischen Leistungen und der Musik von John Williams mitunter als zu zerfahren empfunden wird. Diese gemischte Rezeption verdeutlicht vielleicht den einzigartigen Charakter des Projekts: ein Film, der sich zwar des großen Spektakels bedient, letztlich aber die Kontemplation dem visuellen Schock vorzieht.
Mit 79 Jahren hat Spielberg somit ein Werk geschaffen, das in die Zukunft blickt, ohne aufzuhören, die Gegenwart zu hinterfragen, und dabei einer Idee treu bleibt, die er seit Jahrzehnten verteidigt: Das Unbekannte ist oft eine andere Art, über die Menschen zu sprechen.
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