Victor Wembanyama schreibt weiterhin Geschichte in rasantem Tempo. Am Dienstagabend wurde der französische Center der San Antonio Spurs zum NBA Defensive Player of the Year der Saison 2025/2026 gekürt. Mit 22 Jahren und 98 Tagen ist er der jüngste Preisträger in der Geschichte dieser Auszeichnung, die 1982/1983 ins Leben gerufen wurde. Er ist zudem der erste Spieler, der die Trophäe einstimmig gewann – alle 100 Stimmen der internationalen Medienjury für den ersten Platz gingen an ihn.
Eine defensive Dominanz, die keinen Raum für Zweifel lässt
Diese Auszeichnung krönt eine herausragende reguläre Saison für den Franzosen, der bereits als einer der gefürchtetsten Verteidiger der Liga gilt. Wembanyama führte die NBA mit durchschnittlich 3,1 Blocks pro Spiel an und erzielte zudem 25,0 Punkte, 11,5 Rebounds und etwa einen Steal pro Spiel. Sein Einfluss beschränkte sich jedoch nicht nur auf die reinen Zahlen: Allein seine Präsenz in der Zone veränderte die Offensiventscheidungen seiner Gegner grundlegend, die den Korb oft mieden oder zu schwierigeren Würfen gezwungen waren.
Der König der Zone, die treibende Kraft hinter der Transformation der Spurs
In San Antonio wirkte sich diese defensive Dominanz unmittelbar auf die Ergebnisse des Teams aus. Die Spurs beendeten die Saison mit einer Bilanz von 62 Siegen und 20 Niederlagen – eine der besten der Liga – und stellten gleichzeitig eine der stärksten Verteidigungen der Meisterschaft. Wembanyama etablierte sich als Dreh- und Angelpunkt des gesamten texanischen Systems. Er konnte den Korb verteidigen, Passwege unterbinden und für einen Center ungewöhnlich viel Raum abdecken. Sein einzigartiges Profil, eine Kombination aus Beweglichkeit von außen und Einschüchterung unter dem Korb, machte ihn das ganze Jahr über zu einem Albtraum für die gegnerischen Offensiven.
Ein unbestrittener Sieg gegen eine in den Hintergrund gedrängte Konkurrenz.
Das Endergebnis verdeutlichte seine Überlegenheit. Hinter ihm belegte Chet Holmgren aus Oklahoma City den zweiten Platz, während Ausar Thompson aus Detroit Dritter wurde. Doch keiner von beiden konnte den Franzosen ernsthaft gefährden, da die Kandidatur des Franzosen bereits seit Monaten als unumstritten galt.
Eine Leistung, die ihn in einen sehr exklusiven Kreis aufstellt.
Diese Trophäe untermauert Wembanyamas Stellung in einer eigenen Liga. Nachdem er bereits einstimmig zum Rookie des Jahres 2024 gewählt wurde, gehört er nun zu den wenigen Spielern der Geschichte, die sowohl die Auszeichnung als Rookie des Jahres als auch als bester Verteidiger des Jahres gewonnen haben. Er reiht sich damit in einen exklusiven Kreis ein, dem unter anderem Michael Jordan und David Robinson angehören. Für die Spurs setzt diese Auszeichnung zudem eine traditionsreiche Verteidigungsgeschichte fort, denn die Franchise konnte in der Vergangenheit bereits mehrere ihrer größten Spieler mit dieser Ehre auszeichnen.
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