— Paris-Roubaix 2026: Van Aert gewinnt das Rennen im Sprint vor Pogacar
Paris-Roubaix 2026: Van Aert gewinnt das Rennen im Sprint vor Pogacar. (©ASO / Billy Ceusters)

Das Rennen Paris-Roubaix Hauts-de-France verläuft nie nach festem Drehbuch, und die 123. Auflage hat dies einmal mehr bewiesen. Auf dem Papier schien alles auf ein königliches Duell zwischen Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech), dem dreimaligen Titelverteidiger, und Tadej Pogacar (UAE Team Emirates XRG), der seinen ersten Sieg bei diesem einzigen noch fehlenden Monument anstrebte, hinzudeuten. Doch wieder einmal stellte das Rennen alle Prognosen infrage.

Van der Poel ist im Arenberg-Graben gefangen

Die Hoffnungen des Niederländers zerbrachen nach zwei Reifenschäden auf dem tückischen Kopfsteinpflasterabschnitt der Trouée d'Arenberg (km 163). Nach dieser entscheidenden Passage lag MVDP zwei Minuten hinter den Führenden. Er startete daraufhin eine spektakuläre Aufholjagd, konnte den Rückstand aber trotz aller Bemühungen nicht mehr aufholen.

Pogacar steht der letzten Verteidigungslinie gegenüber: Wout van Aert

Für Pogacar war das Rennen jedoch noch lange nicht entschieden. Er musste noch einen ernstzunehmenden Konkurrenten bezwingen: Wout van Aert (Visma-Lease a Bike), der vor dem Start als dritter Favorit galt. Die beiden, die sich zunächst in einer auf acht Fahrer reduzierten Spitzengruppe befanden, setzten sich gemeinsam auf dem Kopfsteinpflasterabschnitt zwischen Auchy-lez-Orchies und Bersée, 54 Kilometer vor dem Ziel, ab.

Der Carrefour de l'Arbre macht keinen Unterschied

Hartnäckig hielt Van Aert den wiederholten Angriffen von Pogacar auf dem Kopfsteinpflaster des Carrefour de l'Arbre stand – genau dort, wo der Slowene das Rennen drehen wollte. Da es Pogacar nicht gelang, sich in diesem Schlüsselabschnitt von seinem Rivalen abzusetzen, musste er seine Chancen im Zielsprint auf dem Velodrom André-Pétrieux nutzen.

Das Velodrom krönt schließlich Van Aert

In dieser Übung überlegen, dominierte der Belgier seinen Gegner letztendlich. Mit 31 Jahren, nachdem er in der „Hölle des Nordens“ bereits mit einem zweiten Platz 2022 und einem dritten Platz 2023 Podiumsplätze erreicht hatte – ganz zu schweigen von einigen unglücklichen Zwischenfällen –, erfüllte sich Wout van Aert endlich sein Schicksal. Er ist damit der erste Fahrer, der Pogacar 2026 schlagen konnte.

Stuyven komplettiert das Podium

Hinter diesem packenden Duell belegte Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) den dritten Platz, nachdem er die Verfolgergruppe kurz vor der Einfahrt ins Velodrom überrascht hatte. Damit komplettiert er das Podium einer Ausgabe der Königin der Klassiker, die sich bereits jetzt in die Geschichte eingebrannt hat.