Félix Lebrun hat den größten Titel seiner Karriere gewonnen. Der Franzose triumphierte am Sonntag beim European Smash im schwedischen Malmö und besiegte den Japaner Tomokazu Harimoto im Finale mit 4:1 Sätzen (11:5, 11:8, 5:11, 11:9, 11:9). Mit nur 19 Jahren sicherte sich der gebürtige Montpellierer damit seinen ersten Grand-Smash-Einzeltitel, die prestigeträchtigste Kategorie im Welttischtennis.
Lebrun übernimmt sofort die Kontrolle über das Finale
Félix Lebrun dominierte Tomokazu Harimoto von Beginn an. Der Franzose gewann den ersten Satz mit 11:5 und bestätigte seine Überlegenheit im zweiten Satz mit 11:8, trotz einer späten Aufholjagd des Japaners. Harimoto konterte im dritten Satz und verkürzte den Rückstand mit einem 11:5-Sieg. Doch Lebrun ließ seinen Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Im hart umkämpften vierten Satz ging der Franzose wieder in Führung. Nach einer 8:4-Führung glich er zum 9:9 aus, gewann aber schließlich die letzten beiden Punkte zum 11:9-Satzgewinn. Das gleiche Szenario wiederholte sich im fünften Satz. Harimoto hielt sich wacker, doch Lebrun behielt die Nerven und sicherte sich auch diesen Satz mit 11:9 zum 4:1-Sieg.
Erster Franzose, der einen WTT Grand Smash Einzeltitel gewann
Mit diesem Sieg ist Félix Lebrun der erste Franzose, der seit der Gründung der WTT-Tour 2021 einen Grand-Smash-Einzeltitel gewonnen hat. Diese Turniere gelten als Höhepunkt des internationalen Tenniskalenders und genießen einen ähnlichen Status wie die Grand-Slam-Turniere. Lebrun war diesem Titel bereits mehrfach nahe. Vor Malmö hatte er vier Grand-Smash-Halbfinals und ein Finale erreicht, ohne jedoch die Trophäe gewinnen zu können. Diesmal hat der Franzose endlich den entscheidenden Schritt getan.
Calderano geschlagen, Jorgic fegte beiseite: eine beeindruckende Serie
Der Franzose spielte ein besonders starkes Turnier. Nach seinem 3:1-Sieg gegen den Rumänen Eduard Ionescu dominierte er den Südkoreaner Park Ganghyeon mit 3:0 und gewann anschließend auch das rein französische Duell gegen Thibault Poret, ebenfalls mit 3:0. Im Viertelfinale stieg das Niveau mit dem Match gegen Hugo Calderano nochmals deutlich an. Félix Lebrun bezwang den Brasilianer mit 4:1, bevor er im Halbfinale den Slowenen Darko Jorgic mit 4:0 deklassierte. Wenige Stunden später krönte er seinen Lauf mit einem 4:1-Sieg gegen Harimoto.
Ein außergewöhnliches Doppelzimmer in Malmö
Der Einzeltitel war nicht die einzige Trophäe, die Félix Lebrun in Schweden gewann. Bereits am Vortag hatte er zusammen mit seinem Bruder Alexis das Herrendoppel für sich entschieden. Die beiden Franzosen dominierten im Finale die Hongkonger Wong Chun Ting und Baldwin Chan und gewannen in drei Sätzen mit 11:7, 11:8 und 14:12. Nach ihrem Sieg beim Singapore Smash einige Monate zuvor sicherten sich die Lebrun-Brüder damit ihren zweiten gemeinsamen Grand-Smash-Titel im Jahr 2026. Félix Lebrun reist somit mit zwei Trophäen aus Malmö ab: dem Doppeltitel mit Alexis und, was noch wichtiger ist, seinem ersten Grand-Smash-Einzeltitel.
Félix Lebrun wird die Nummer 2 der Weltrangliste.
Dieser Sieg katapultiert Félix Lebrun in der Weltrangliste weiter nach oben. Der Franzose wird voraussichtlich auf Platz zwei der Weltrangliste vorrücken – seine bisher beste Platzierung. Nach seinen Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris, seinem Titelgewinn bei den WTT Champions in Montpellier und seinen konstant guten Leistungen bei großen internationalen Turnieren fügt Félix Lebrun seiner Erfolgsliste nun einen Grand-Smash-Einzeltitel hinzu. Mit gerade einmal 19 Jahren hat der Franzose einen neuen Höhepunkt erreicht: Sieger in Malmö, Doppelmeister in Schweden und nun die Nummer 2 der Welt.