Romain Grégoire sicherte sich am Sonntag bei der Tour-du-Pin in Isère den Titel im französischen Straßenrennen der Eliteklasse. Der Fahrer des Teams Groupama-FDJ gewann nach einem spannenden und kräftezehrenden Finale, das seinem explosiven Fahrstil perfekt entgegenkam, im Alleingang. Der 23-Jährige aus Besançon erreichte damit ein wichtiges Karriereziel. Der bereits zweifache Juniorenmeister hatte zuvor im Profibereich um das französische Meistertrikot gekämpft. Dieses sicherte er sich souverän mit einem entscheidenden Angriff am letzten Anstieg, 3,2 Kilometer vor dem Ziel.
Der Schuss erfolgte nur 19 Kilometer von der Schusslinie entfernt.
Das Rennen wurde am vorletzten Anstieg, dem Anstieg nach Béjui, entschieden – einem Kilometer lang mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,4 %. 19 Kilometer vor dem Ziel schloss sich Grégoire der entscheidenden Ausreißergruppe an. Sein Team, Groupama-FDJ, hatte zahlenmäßige Überlegenheit, ein entscheidender Vorteil in einem Finale, in dem jede Kurve und jede Position von Bedeutung sein konnte. Die Spitzengruppe ging mit Grégoire in idealer Position in die letzten Kilometer. Er wartete nicht auf den Sprint. Am letzten Anstieg des Rundkurses attackierte er 3,2 Kilometer vor dem Ziel. Niemand konnte ihm etwas entgegensetzen.
Ein konstruierter Sieg
Grégoire fuhr anschließend solo bis ins Ziel. Sein Sieg basierte auf exzellentem taktischem Verständnis im Finale, der Zugehörigkeit zur richtigen Gruppe zum richtigen Zeitpunkt und dem anschließenden Antritt im entscheidenden Abschnitt. Auf dem anspruchsvollen Rundkurs, wo die aufeinanderfolgenden Anstiege ihren Tribut forderten, machte der Fahrer von Groupama-FDJ den Unterschied am Schlussanstieg, als seine Beine nachließen und Zögern sich als kostspielig erwies.
Das Trikot, das er sich wirklich gewünscht hatte
Dieser nationale Titel hatte für Romain Grégoire eine besondere Bedeutung. Als zweifacher französischer Juniorenmeister hatte er sich das Elite-Trikot zu einem seiner wichtigsten Karriereziele gemacht. Mit 23 Jahren wird er nun bei Straßenrennen die Farben Blau, Weiß und Rot tragen – ein starkes Symbol für einen französischen Radrennfahrer.