Die Nationalversammlung bereitet sich auf die Abstimmung am Mittwoch, den 15. Juli, über das Gesetz zur Sterbehilfe vor. Dieser formellen Abstimmung geht eine monatelange Debatte über einen Text voraus, der die französische Gesellschaft tief spaltet. Die Abgeordneten müssen über eine Maßnahme entscheiden, die unter strengen Auflagen Sterbehilfe für bestimmte unheilbar kranke Patienten erlaubt.
Eine Mobilisierung der Prälaten vor der Abstimmung
Bischöfe haben in den vergangenen Tagen zahlreiche öffentliche Erklärungen abgegeben, um vor der anstehenden Abstimmung an die Abgeordneten zu appellieren. Ihr Appell zielt darauf ab, die besondere Schutzbedürftigkeit der Schwächsten im Angesicht solcher Gesetze hervorzuheben. Die Prälaten versuchen, das Gewissen der gewählten Vertreter nur wenige Stunden vor einer Abstimmung zu beeinflussen, die den französischen Rechtsrahmen für die Sterbebegleitung grundlegend verändern könnte.
Der am Mittwoch zur Beratung stehende Gesetzentwurf könnte medizinische Praktiken und die Versorgung unheilbar kranker Patienten grundlegend verändern. Die Meinungen innerhalb der Nationalversammlung sind weiterhin stark gespalten, weshalb der Ausgang der Abstimmung ungewiss ist. Dieser Gesetzentwurf stellt den Höhepunkt eines langen Gesetzgebungsverfahrens dar, das unter der vorherigen Regierung eingeleitet wurde.
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