Nach dem Einbruch prangern Abgeordnete die Mängel des Louvre an.
Nach dem Einbruch prangern Abgeordnete die Mängel des Louvre an.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss, der mit der Prüfung des Schutzes französischer Museen beauftragt ist, ist der Ansicht, dass Sicherheitsfragen im Louvre lange Zeit vernachlässigt und von kulturellen und touristischen Erwägungen in den Schatten gestellt wurden. In ihrem am Mittwoch vorgelegten Bericht kritisieren die Abgeordneten die Entscheidungen der ehemaligen Museumsleitung und werfen ihr vor, der Sicherheit trotz zahlreicher interner Warnungen und Berichte über bekannte Schwachstellen keine Priorität eingeräumt zu haben.

Nach dem spektakulären Einbruch im Oktober 2025, bei dem mehrere historische Schätze am helllichten Tag gestohlen wurden, wurden parlamentarische Untersuchungen eingeleitet. Dieser Vorfall verdeutlichte die Schwächen des Sicherheitssystems in Frankreichs größtem Museum, das jährlich Millionen von Besuchern anzieht. Die Anhörungen der letzten Monate brachten Politiker, Gewerkschaftsvertreter, Denkmalpfleger und ehemalige Direktoren der Institution zusammen.

Verzögerungen und strittige Entscheidungen

Der Berichterstatter des Ausschusses, Alexis Corbière, ist der Ansicht, dass mehrere Probleme schon lange bekannt seien, aber nicht schnell genug angegangen wurden. Die Parlamentarier bemängeln insbesondere Verzögerungen bei der Umsetzung des Sicherheitskonzepts des Museums und mangelnde Transparenz bei bestimmten Entscheidungen der Museumsleitung.

Vor einigen Wochen wandte sich die ehemalige Präsidentin des Louvre, Laurence des Cars, vor dem Parlament gegen die Idee, die Sicherheitsmaßnahmen aufzugeben, räumte aber gleichzeitig gewisse organisatorische Fehler ein. Die Kommission empfiehlt nun eine Aufstockung der Mittel für die Sicherheit nationaler Museen und strengere Reformen der Verfahren zur Ernennung von Kulturmanagern.

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