Nach fast zwanzig Jahren des Verbots dürfen kirgisische Fluggesellschaften nun wieder Flüge nach Europa durchführen.

Kirgisistan wurde von der EU-Luftfahrt-Sanktionsliste gestrichen.
Kirgisistan wurde von der EU-Luftfahrt-Sanktionsliste gestrichen.

Das kirgisische Präsidialamt gab am Montagabend die Streichung der kirgisischen Fluggesellschaften von der EU-Sanktionsliste bekannt. Damit endet ein fast zwei Jahrzehnte andauerndes Flugverbot im europäischen Luftraum. Kirgisistan gehörte zu den wenigen Ländern weltweit, deren Fluggesellschaften aus Sicherheitsgründen der Zugang zum europäischen Luftraum verwehrt war. Präsident Sadyr Schaparow hatte diese Hoffnung wenige Tage vor der offiziellen Bekanntgabe bei der Einweihung des Flughafens Karakol geäußert.

Direkte Verbindungen nach Europa

Dieser Rückzug ebnet den Weg für die Einrichtung direkter Flugverbindungen zwischen Kirgisistan und europäischen Hauptstädten. Die Behörden des zentralasiatischen Landes sehen darin eine große Chance, den Tourismus in diesem spektakulären Reiseziel, das für seine Berge und Naturlandschaften bekannt ist, zu fördern. Das europäische Verbot hatte zuvor ein erhebliches Hindernis für die Entwicklung von Handel und Tourismus zwischen der Region und Europa dargestellt.

Die EU-Liste der Fluggesellschaften, die die internationalen Sicherheitsstandards nicht erfüllen, wird regelmäßig aktualisiert. Sie berücksichtigt dabei die Fortschritte der betroffenen Länder. Kirgisistan musste erhebliche Verbesserungen bei der Flottenüberwachung und der Einhaltung der Sicherheitsprotokolle nachweisen, um von der Liste gestrichen zu werden. Diese Entwicklung spiegelt die Bemühungen der kirgisischen Behörden wider, ihren Luftfahrtsektor zu modernisieren und die europäischen Anforderungen zu erfüllen.

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