Emmanuel Macron Präsident Emmanuel Macron traf am Montag, dem 6. Juli, in Damaskus ein und ist damit das erste Staatsoberhaupt einer westlichen Macht, das Syrien seit der Machtübernahme der islamistischen Koalition und dem Sturz von Baschar al-Assad im Dezember 2024 besucht. Zu seinem Gepäck gehörte auch eine symbolische Rückgabe: 23 syrische archäologische Fundstücke, die 16 Jahre lang im Institut der Arabischen Welt in Paris aufbewahrt wurden, kehrten in ihr Ursprungsland zurück. Diese 2010 an Frankreich ausgeliehenen Objekte hätten eigentlich bereits 2013 nach Syrien zurückgegeben werden sollen, doch der Krieg verhinderte dies. „Der Präsident bringt archäologische Objekte nach Syrien zurück, die 2010 an das Institut der Arabischen Welt ausgeliehen wurden und aus offensichtlichen Gründen nicht nach Syrien zurückgegeben werden konnten“, erklärte das französische Präsidialamt.
Von der Göttin al-Lât bis zur Umayyadenzeit des 8. Jahrhunderts: Stücke, die in den Museen von Damaskus, Aleppo, Palmyra und Latakia ausgestellt werden.
Zu den zurückgegebenen Werken gehören die auf einem Kamel reitende Göttin al-Lat aus dem 1. Jahrhundert und eine umayyadische Statuette einer gekrönten Frau aus dem 8. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst einen Zeitraum von der Vorgeschichte bis zur Abbasidenzeit und beinhaltet Zeugnisse der mesopotamischen, kanaanäischen, nabatäischen, palmyrenischen, römischen und byzantinischen Zivilisationen. Die Stücke werden in den Museen von Damaskus, Aleppo, Palmyra und Latakia ausgestellt. „Diese Werke wurden vermutlich gerettet, weil sie stark zerstört wurden“, erklärte Djamila Chakour, Kuratorin am Institut der Arabischen Welt, die bei ihrer Installation im Jahr 2011 anwesend war, gegenüber France Inter. Für Ammar Kannawi, Leiter der syrischen Museen, symbolisiert ihre Rückkehr die Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Syrien und Frankreich. Anne-Claire Legendre, Präsidentin des Instituts der Arabischen Welt, die Macron begleitete, beschrieb den Moment als „sehr bewegend“: „Es geht darum, den Syrern Elemente ihrer Geschichte zurückzugeben, die all die Jahre bedroht waren.“ Das Institut der Arabischen Welt bereitet außerdem eine große Syrien-Ausstellung vor, die mit der Rückkehr des Landes auf die internationale Kulturbühne zusammenfallen soll.
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