Der Kultursektor beschäftigte im Jahr 2025 in der Europäischen Union 8,9 Millionen Menschen, was 4,3 % der Gesamtbeschäftigung im Staatenbund entspricht, wie die neuesten Zahlen von Eurostat zeigen. Dieses Wachstum ist auf die Unterzeichnung der ersten gemeinsamen Erklärung der drei wichtigsten europäischen Institutionen zum Thema Kultur im vergangenen Monat zurückzuführen.
Ungleichmäßiges Wachstum der Beschäftigung im Kulturbereich in den verschiedenen Ländern
Zwischen 2024 und 2025 stieg der Anteil der Kulturbeschäftigung an der Gesamtbeschäftigung in der Europäischen Union um 0,5 Prozentpunkte, vor allem aufgrund von Berufen wie Künstler, Musiker und Schauspieler. In 17 der 27 Mitgliedstaaten lag der Anteil der Kulturbeschäftigung an der Gesamtbeschäftigung zwischen 4 % und 5 %.
Die Niederlande weisen mit 5,7 % den höchsten Anteil an Beschäftigten im Kultursektor auf, gefolgt von Estland mit 5,3 % und Malta mit 5,1 %. Rumänien hat hingegen mit 1,8 % den niedrigsten Anteil, gefolgt von der Slowakei mit 3,3 % und Irland mit 3,4 %.
Ein gemeinsamer Text, der die Kultur in den Mittelpunkt der europäischen Politik stellt.
Am 18. Juni unterzeichneten die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der zypriotische Präsident Nikos Christodoulidis am Rande des Europäischen Rates in Brüssel eine wegweisende gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Europa für Kultur, Kultur für Europa“. Der Text betont insbesondere die Unterstützung von Künstlern, die Verteidigung der künstlerischen Meinungsfreiheit und das Recht auf angemessene Vergütung.
Ein Abschnitt des Textes ist auch der künstlichen Intelligenz gewidmet. Die Unterzeichner erklären darin, dass diese die menschliche Kreativität unterstützen und nicht ersetzen soll, wobei geistiges Eigentum geschützt werden muss. Die Europäische Kommission wird voraussichtlich 2027 eine spezifische Strategie für künstliche Intelligenz im Kultur- und Kreativsektor vorlegen.
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