Das Cluny-Museum, offiziell das Nationale Museum des Mittelalters, liegt an der Kreuzung der Boulevards Saint-Michel und Saint-Germain und vereint an einem Ort gallo-römische Bäder aus dem 1. Jahrhundert und das ehemalige Hôtel des Abbés de Cluny, das älteste private Stadtpalais von Paris, das Ende des 15. Jahrhunderts von Jacques d'Amboise erbaut wurde.
Fast 1.600 Werke aus über tausend Jahren Geschichte
Das 1844 gegründete und 1992 zum Nationalmuseum des Mittelalters ernannte Museum beherbergt rund 23.000 Objekte, von denen 1.600 in den 21 Räumen seiner Dauerausstellung zu sehen sind. Diese zeichnet chronologisch über tausend Jahre europäischer Kunst nach, von der römischen Antike bis zur Renaissance. Zu den berühmtesten Stücken zählen die sechs Wandteppiche „Dame mit dem Einhorn“ aus dem 15. Jahrhundert und die Skulpturenköpfe der Galerie der Könige von Juda. Diese waren während der Französischen Revolution von der Fassade der Kathedrale Notre-Dame in Paris entfernt und 1977 bei Renovierungsarbeiten in der Rue de la Chaussée-d’Antin wiederentdeckt worden.
Zur Sammlung gehören auch die Goldene Rose von Basel, ein Meisterwerk gotischer Goldschmiedekunst des 14. Jahrhunderts, sowie Buntglasfenster aus der Sainte-Chapelle und eine der weltweit schönsten Sammlungen von Limoges-Emaillearbeiten.
Ein komplett renoviertes Gelände, um besser zugänglich zu sein
Nach mehrjähriger Renovierung wurde das Museum mit einem komplett neu gestalteten Grundriss wiedereröffnet. Seit 2018 gibt es einen neuen, modernen Empfangspavillon, der für ein möglichst breites Publikum, insbesondere Kinder und Menschen mit Behinderungen, zugänglich ist. Zum Besuch gehören außerdem die kürzlich restaurierte gotische Kapelle des Hotels sowie das Frigidarium der antiken Thermen, dessen Gewölbe eine Höhe von 14 Metern erreichen.
Der Eintritt ist am ersten Sonntag jedes Monats frei, und das Museum ist täglich außer dienstags geöffnet. An den übrigen Tagen der Woche ist der Eintritt mit dem Paris Museum Pass frei.
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