Im Grand Palais tragen Fabrice Hybers riesige Bären eine ökologische Botschaft.
Im Grand Palais tragen Fabrice Hybers riesige Bären eine ökologische Botschaft.

Auf dem Vorplatz des Grand Palais sind sie unübersehbar. Anlässlich der Art Paris 2026 begrüßen zwei monumentale aufblasbare Bären von Fabrice Hyber vom 9. bis 12. April die Besucher. Ein großer, zehn Meter hoher grüner Bär ist bereits prominent vor dem Eingang platziert. Hinter ihrem verspielten und auf den ersten Blick spektakulären Erscheinungsbild vermitteln diese Skulpturen eine vielschichtigere Botschaft, die mit Ökologie, dem Schutz der Lebewesen und der ganz eigenen Bildsprache des französischen Künstlers verbunden ist.

Fröhliche Figuren, die nicht bloß dekorativ sind.

Der größere der beiden Bären heißt Ted Hyber. Wie Sortiraparis uns in Erinnerung ruft, tauchte diese Figur erstmals 1998 in Fabrice Hybers Werk auf. Sein Name setzt sich aus „Teddybär“ und dem Nachnamen des Künstlers zusammen. Er gehört zur Familie der „Hyber-Helden“, einer Gruppe mutierter, humanoider Figuren, die seit Jahren in Hybers Werk zu sehen sind. Laut Erklärungen von Connaissance des Arts fungieren diese Figuren als Alter Egos, die jeweils eine bestimmte Lebensweise, ein Bewusstsein oder ein Verhalten verkörpern.

Der zehn Meter hohe grüne Bär, der laut Sortiraparis bereits 2025 in Shanghai gezeigt wurde, trägt eine der charakteristischen Farben von Fabrice Hyber. Dieses Grün erinnert unmittelbar an Chlorophyll, Vegetation und das Leben selbst. Er wird als totemartige und schützende Figur präsentiert, die Freude und Optimismus zugleich ausstrahlt. Daneben steht ein zweiter, fünf Meter hoher transparenter Bär namens Ted Hyb'Air, der laut Sortiraparis speziell für die Art Paris 2026 geschaffen wurde. Er symbolisiert einen Zufluchtsort vor der Umweltverschmutzung und eine Art Sauerstoffreserve.

Eine Installation im Geiste von Art Paris 2026

Fabrice Hybers Einfluss reicht weit über diese Skulpturen im öffentlichen Raum hinaus. Sortiraparis weist darauf hin, dass er auch zu den 21 Künstlern gehört, die für die von Loïc Le Gall konzipierte Themenausstellung „Babel – Kunst und Sprache in Frankreich“ ausgewählt wurden. Connaissance des Arts betont ihrerseits, dass diese Ausstellung, ein zentraler Bestandteil der Art Paris 2026, untersucht, wie Künstler mit Zeichen, Worten und Repräsentationssystemen arbeiten. Die Auswahl von Fabrice Hyber fügt sich daher nahtlos in diese Betrachtung ein, da sein Werk seit über dreißig Jahren eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt hat, die sich an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Natur bewegt.

Diese beiden riesigen Bären sind somit weniger ein simples, rückwärtsgewandtes Augenzwinkern als vielmehr eine künstlerische Geste, die im öffentlichen Raum deutlich sichtbar ist. Connaissance des Arts betont sogar, dass ihr Erscheinen auf dem Vorplatz des Grand Palais mehr ein ökologisches Statement als eine bloße Überraschung darstellt. Mit ihnen schafft Fabrice Hyber ein unmittelbar zugängliches, fast kindliches Bild, das jedoch von einem sehr realen, zeitgenössischen Anliegen durchdrungen ist: der Umweltkrise und der Notwendigkeit, das Leben zu schützen.

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