Die französische Regierung will die Verlegung der letzten beiden Orcas aus dem Marineland in Antibes in den Loro Parque auf den Kanarischen Inseln beschleunigen. Der seit Anfang 2025 geschlossene Meerespark in Antibes verfügt nicht mehr über Einrichtungen, die als ausreichend gelten, um die langfristige Sicherheit und Gesundheit der Tiere zu gewährleisten.
In einem Interview mit Nice-Matin verteidigte der für den ökologischen Wandel zuständige Minister Mathieu Lefèvre die rasche Verlegung der beiden Wale. „Wenn wir angesichts des Zustands der Becken nichts unternehmen, verdammen wir sie“, erklärte er und versicherte, dass alle administrativen und gesundheitlichen Voraussetzungen für ihren Transport nach Spanien erfüllt gewesen seien.
Eine heftig umstrittene Lösung
Die Entscheidung stieß jedoch auf heftigen Widerstand von Tierschutzorganisationen. Mehrere Organisationen sind der Ansicht, dass der Loro Parque keine artgerechten Bedingungen für Orcas bietet, und erinnern daran, dass der spanische Park bereits im Zentrum von Kontroversen um die Haltung von Walen und Delfinen sowie mehrerer Vorfälle mit Trainern stand.
Tierschützer fordern seit Monaten die Verlegung der Orcas in größere Meeresschutzgebiete oder spezialisierte Einrichtungen, die eine schrittweise Eingliederung in ein weitgehend freies Leben ermöglichen würden. Die französischen Behörden betonen jedoch, dass es derzeit keine sofort einsatzfähige Alternative gibt, um die beiden Orcas innerhalb eines mit ihrem Zustand und dem Zustand der Infrastruktur von Marineland vereinbaren Zeitraums unterzubringen.
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