Präsidentschaftswahlen in Peru: Keiko Fujimori führt mit einem sicherheitspolitischen und proamerikanischen Programm.
Präsidentschaftswahlen in Peru: Keiko Fujimori führt mit einem sicherheitspolitischen und proamerikanischen Programm.

Am Vorabend der Präsidentschaftswahlen in Peru führt Keiko Fujimori in den Umfragen mit rund 15 Prozent. Die Wahl zeichnet sich durch eine Rekordzahl an Kandidaten aus. Die rechtsgerichtete Kandidatin, die bereits mehrfach angetreten ist, konzentriert ihren Wahlkampf auf die Themen Sicherheit und Verbrechensbekämpfung.

Sie versprach, Migranten ohne gültige Papiere auszuweisen und das Militär zu mobilisieren, um die Kontrolle über die Gefängnisse zurückzuerlangen. Außerdem schlug sie eine Reform des Justizsystems vor und erwähnte insbesondere die Wiedereinführung umstrittener Maßnahmen aus der Präsidentschaft ihres Vaters.


Keiko Fujimori äußerte zudem ihren Wunsch, die Wirtschaftsbeziehungen zu Washington angesichts der zunehmenden Rivalität zwischen den USA und China in Lateinamerika zu stärken. Sie hofft, mehr amerikanische Investitionen anzuziehen und gleichzeitig ein stärkeres Engagement westlicher Partner zu fördern.

Die Wahl findet inmitten erheblicher politischer Instabilität statt, da das Land in den letzten Jahren mehrere Präsidentschaftswechsel erlebt hat. Mehrere Kandidaten liegen dicht hinter dem Spitzenreiter, und die Wähler müssen im Zuge der Rückkehr zum Zweikammersystem auch ein neues Parlament wählen.

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