Ein liberianischer Tanker wurde im Schwarzen Meer von einer Drohne getroffen, was zu zivilen Opfern in Südrussland führte.
Ein liberianischer Tanker wurde im Schwarzen Meer von einer Drohne getroffen, was zu zivilen Opfern in Südrussland führte.

In der Nacht vom 15. auf den 16. April verübte die Ukraine mehrere Drohnenangriffe auf mehrere Gebiete der Region Krasnodar im Süden Russlands. Dabei wurden Küsteninfrastruktur, Wohngebiete und ein ziviles Schiff getroffen. Laut russischen Behörden wurde ein unter liberianischer Flagge fahrender Öltanker in russischen Hoheitsgewässern getroffen.

Laut dem russischen Ermittlungskomitee wurde der Kapitän des Schiffes, ein türkischer Staatsbürger, bei dem Angriff verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ermittler haben eine erste Schadensbegutachtung des Tankers durchgeführt und weitere Untersuchungen, unter anderem auf Sprengstoff, angeordnet, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären.

Die Angriffe trafen auch mehrere Küstenstädte, darunter Tuapse, Noworossijsk, Sotschi und Dagomys. In Tuapse, dem am schwersten betroffenen Gebiet, kamen zwei Menschen ums Leben, darunter ein 14-jähriges Mädchen, und sieben weitere wurden verletzt. Drohnenfragmente beschädigten 24 Einfamilienhäuser, sechs Mehrfamilienhäuser, zwei Schulen und eine Musikschule.

Auch in Wohngebieten und in der Nähe von Hafenanlagen fielen Trümmer herab. In Noworossijsk wurde ein ziviles Schiff getroffen, wodurch ein Brand ausbrach und eine Person verletzt wurde. Nahe Sotschi wurden Schäden an Privathäusern und einem Kindergarten gemeldet.

Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung haben die lokalen Behörden in bestimmten Gebieten den Ausnahmezustand ausgerufen und den Unterricht ausgesetzt. Die russischen Behörden haben Ermittlungen wegen „terroristischer Handlungen“ eingeleitet und wollen nach eigenen Angaben die Verantwortlichen für alle Angriffe ermitteln, die sich gegen Zivilisten richteten.

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