Am 19. Februar unterzeichneten die Behörden der Demokratischen Republik Kongo in Kinshasa ein Rahmenabkommen zur Regulierung der Produktion und Vermarktung von handwerklich gewonnenem Gold. Mit diesem Abkommen will die Regierung die Rückverfolgbarkeit der Goldströme verbessern, die Organisation des Sektors stärken und die nationale Souveränität über ihre natürlichen Ressourcen festigen.
Die institutionelle Rahmenvereinbarung umfasst die Umsetzung des nationalen AXIS-Programms (Asset-Exchange-Impact-Sovereign) und der Goldconnect-Initiative, die den Mechanismus des Sovereign Gold Reserve Token (SGRT) beinhaltet. Die Zeremonie fand unter der Schirmherrschaft von Präsident Félix Tshisekedi in Anwesenheit des Bergbauministers Louis Watum Kabamba, Vertretern des Sozialfonds der Demokratischen Republik Kongo und des Finanzpartners Phoenix Capital BV statt und unterstrich die strategische Bedeutung dieser Reform.
Laut dem Bergbauminister stellt dieses Abkommen „einen wichtigen strategischen Schritt zur Stärkung der Regulierung des handwerklichen Bergbausektors“ dar und ist keine bloße administrative Formalität. Die Behörden wollen einen Sektor, der lange von Informalität und Parallelnetzwerken geprägt war, besser strukturieren.
Das AXIS-Programm und die Goldconnect-Initiative zielen darauf ab, die Produktion und den Verkauf von handwerklich gewonnenem Gold zu organisieren und so mehr Transparenz und eine verbesserte Überwachung der Geldflüsse zu gewährleisten. Der SGRT-Mechanismus sieht vor, einen Teil der Produktion an ein staatlich kontrolliertes Finanzinstrument zu koppeln. Die Regierung betont, dass dieses System ohne die Aufnahme von Staatsschulden oder die Übertragung von Souveränität umgesetzt wird.
Neben der Strukturierung des Sektors erhofft sich die Regierung höhere Staatseinnahmen durch die Reduzierung illegaler Exporte und die schrittweise Integration von Kleinbergbauern in den formellen Sektor. Das Abkommen bekräftigt den Vorrang der nationalen Souveränität über die natürlichen Ressourcen und schafft einen institutionellen Rahmen zur Sicherung der Betriebsabläufe.
Die Behörden betonen auch die zu erwartenden Auswirkungen auf die lokalen Gemeinschaften und präsentieren ein Modell, das als verantwortungsvoller und besser reguliert gilt. Mit dieser Reform will die Demokratische Republik Kongo den handwerklichen Goldabbau zu einem Motor der nationalen Entwicklung machen und die Kontrolle über ihre strategischen Ressourcen in den Mittelpunkt ihrer Wirtschaftsstrategie stellen.