Präsidentschaftswahl in Dschibuti: Ismaïl Omar Guelleh beansprucht eine sechste Amtszeit
Präsidentschaftswahl in Dschibuti: Ismaïl Omar Guelleh beansprucht eine sechste Amtszeit

Der dschibutische Präsident Ismail Omar Guelleh gab am Samstag, nur wenige Stunden nach Schließung der Wahllokale, seine Wiederwahl für eine sechste Amtszeit bekannt. Er ist seit 1999 an der Macht und erklärte sich zum Sieger, obwohl erst Teilergebnisse vorlagen.

Laut ersten Ergebnissen aus wenigen Wahllokalen dürfte der amtierende Präsident einen sehr großen Sieg gegen seinen einzigen Herausforderer erringen, der der breiten Öffentlichkeit relativ unbekannt ist. Die Wahlbeteiligung, die von Wahllokal zu Wahllokal variiert, bleibt in der Hauptstadt, wo der Großteil der Bevölkerung lebt, moderat.


Die Wahl findet in einem von der Regierungspartei dominierten politischen Umfeld statt, in dem die Opposition geschwächt und während des Wahlkampfs weitgehend unsichtbar war. Menschenrechtsorganisationen prangern regelmäßig Einschränkungen der Bürgerrechte an, insbesondere jene, die die Pressefreiheit betreffen.

Dschibuti nimmt eine strategische Position am Horn von Afrika ein und beherbergt mehrere ausländische Militärstützpunkte, was zu seiner geopolitischen Bedeutung beiträgt. Der anhaltende Machterhalt des Präsidenten erfolgt zudem vor dem Hintergrund von Unsicherheiten hinsichtlich seines Alters und des Fehlens eines klar definierten Nachfolgers.

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