Papst Leo XIV. setzt seine Afrikareise in Angola unter großem Volksjubel und sozialen Herausforderungen fort.
Papst Leo XIV. setzt seine Afrikareise in Angola unter großem Volksjubel und sozialen Herausforderungen fort.

Papst Leo XIV. setzt seine Afrikareise am Samstag mit einem Besuch in Angola fort, nach einem wichtigen Zwischenstopp in Kamerun. Er wird am Nachmittag in Luanda erwartet und soll dort vor den Behörden eine Rede halten, bevor er sein umfangreiches Programm in dem von tiefgreifenden Ungleichheiten geprägten Land im südlichen Afrika fortsetzt.

Vor seiner Ankunft wird das Oberhaupt der katholischen Kirche seinen dreitägigen Besuch in Kamerun mit einer Freiluftmesse in Yaoundé abschließen. Nachdem er bei seinen ersten Stationen begeistert empfangen wurde, wird er auch in Angola, wo sich fast 44 % der Bevölkerung zum Katholizismus bekennen, mit großem Andrang rechnen.

Als dritter Papst nach Johannes Paul II. und Benedikt XVI. besuchte Leo XIV. das Land und setzte damit eine lange diplomatische und spirituelle Tradition fort. Trotz bedeutender Ölvorkommen lebt ein großer Teil der Bevölkerung weiterhin unterhalb der Armutsgrenze. Das Land ist zudem nach wie vor von den Nachwirkungen eines langen Bürgerkriegs geprägt, der 2002 endete.

In den letzten Tagen hat der Papst einen deutlich schärferen Ton angeschlagen und insbesondere soziale Ungerechtigkeiten und die wirtschaftliche Ausbeutung des afrikanischen Kontinents angeprangert. Während seines Besuchs in Kamerun kritisierte er „jene, die im Namen des Profits den afrikanischen Kontinent weiterhin in Besitz nehmen, um ihn auszubeuten“, und warnte gleichzeitig vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz.

Sein Besuch in Angola findet in einer schwierigen Zeit statt, geprägt von jüngsten Naturkatastrophen, sozialen Spannungen aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten und anhaltender Korruptionskritik. Dennoch haben die Behörden umfangreiche Vorbereitungen getroffen, darunter die Modernisierung der Infrastruktur und die Mobilisierung erheblicher Ressourcen in der Hauptstadt.

Das Programm des Papstes umfasst ein Treffen mit Präsident João Lourenço, eine Großmesse am Stadtrand von Luanda und einen Besuch in Muxima, einem bedeutenden regionalen Wallfahrtsort. Anschließend reist er nach Saurimo, bevor er seine Reise durch Äquatorialguinea fortsetzt – die letzte Etappe einer fast 18.000 Kilometer langen Afrikareise.

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