Der Zugang zu den wichtigsten sozialen Netzwerken wurde in Guinea am Freitag wiederhergestellt. Damit endeten mehrtägige Störungen, die wichtige Plattformen wie Facebook, Messenger, YouTube und TikTok betroffen hatten. Laut mehreren Blogger-Organisationen waren diese Dienste seit Mittwoch nicht erreichbar.
Die guineischen Behörden haben keine offizielle Erklärung für die Unterbrechung abgegeben. Sie hatten jedoch kürzlich vor der Verbreitung von Inhalten gewarnt, die den sozialen Zusammenhalt gefährden könnten, und angedeutet, dass die Einschränkungen mit Sicherheits- oder politischen Bedenken zusammenhängen könnten.
Diese Abschaltung erfolgt zu einem besonders heiklen Zeitpunkt, da Ende Mai Parlaments- und Kommunalwahlen anstehen. In diesem Kontext gewinnt die Kontrolle von Informationen und digitaler Kommunikation zunehmend an Bedeutung.
Für Verfechter digitaler Rechte ist die Wiederherstellung des Zugangs eine positive Entwicklung, die es den Bürgern ermöglicht, ihre Meinungs- und Informationsmittel zurückzuerlangen. Sie betonen jedoch, dass angesichts des Risikos weiterer Einschränkungen weiterhin Wachsamkeit geboten ist.
Guinea wurde in der Vergangenheit dafür kritisiert, den Zugang zu sozialen Medien während Wahlperioden einzuschränken, was die Befürchtung nährt, dass diese Praktiken im Vorfeld der Wahlen wiederholt werden könnten.
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