MONDE Afrika

Ebola in der Demokratischen Republik Kongo: mehr als 1.000 Tote, die schnellste Ausbreitung, die jemals verzeichnet wurde

Ebola in der Demokratischen Republik Kongo: mehr als 1.000 Tote, die schnellste Ausbreitung, die jemals verzeichnet wurde
Ebola in der Demokratischen Republik Kongo: mehr als 1.000 Tote, die schnellste Ausbreitung, die jemals verzeichnet wurde

Die anhaltende Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat laut den neuesten Daten der WHO die Marke von 1.000 Todesopfern überschritten. Der Bundibugyo-Stamm, gegen den es weder Impfstoff noch Behandlungsmethode gibt, breitet sich in einem noch nie dagewesenen Tempo aus.

Laut Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums infizierten sich zwischen dem 15. Mai und dem 19. Juli insgesamt 2.473 Menschen in der Demokratischen Republik Kongo und dem benachbarten Uganda mit dem Coronavirus. In der Demokratischen Republik Kongo wurden 999 Todesfälle und in Uganda zwei Todesfälle dokumentiert. Auf einem Gesundheitsgipfel in Ghana korrigierte Dr. Jean Kaseya, Generaldirektor der Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention, die Zahl der Todesopfer auf 1.031.

„Diese Menschen sterben. Sie sterben, weil wir keine Impfstoffe, keine Medikamente und keine finanziellen Mittel haben“, sagte er den Teilnehmern des Africa Health Summit.

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Die Ausbreitungsgeschwindigkeit dieser Epidemie übertrifft alles bisher Beobachtete. Der bisher tödlichste Ausbruch, der von 2013 bis 2016 wütete und 11.000 Todesfälle bei 28.000 Infizierten verursachte, benötigte etwa acht Monate, um die Schwelle von 1.000 Todesfällen zu erreichen.

Die kongolesischen Gesundheitsbehörden räumen ein, dass sie nur 82 % der Kontakte bestätigter Fälle nachverfolgen können – eine Quote, die weit unter den von der WHO als notwendig erachteten 90–95 % zur Eindämmung des Virus liegt. Noch besorgniserregender ist, dass über 80 % der Neuinfektionen über unbekannte Übertragungsketten erfolgen, was bedeutet, dass die Krankheit weit über die Möglichkeiten der Einsatzteams hinaus zirkuliert.

Die Epidemie betrifft fünf der 26 Provinzen des Landes mit insgesamt 116 Millionen Einwohnern. Ihr Epizentrum liegt in der Provinz Ituri an der Grenze zu Uganda und Südsudan.

Die Gesundheitsmaßnahmen vor Ort stoßen ebenfalls auf erhebliche Hindernisse. Gesundheitspersonal musste aus Sicherheitsgründen aus den betroffenen Gebieten fliehen, während andere berichten, seit mehreren Monaten keine Bezahlung erhalten zu haben. Angriffe auf medizinisches Personal verschärfen die ohnehin schon kritische Lage.

Dr. Kaseya forderte eine dringende Intensivierung der internationalen Bemühungen. „Wenn wir diesen Ausbruch nicht stoppen, könnte er zu einem der schlimmsten Ebola-Ausbrüche werden, die jemals weltweit dokumentiert wurden“, warnte er.

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