Sechs Jahre nach dem Lynchmord an Akua Denteh, die in ihrem Dorf in Ghana der Hexerei beschuldigt wurde, ist noch immer kein Gesetz erlassen worden, das diese Praktiken unter Strafe stellt. Menschenrechtsaktivisten prangern dieses anhaltende Rechtsvakuum an, das Frauen weiterhin gefährdet.
Im Jahr 2019 wurde Akua Denteh von einem Mob zu Tode geprügelt, nachdem sie der Hexerei beschuldigt worden war. Sechs Jahre später ist ihr Fall immer noch ein schmerzhaftes Symbol für die Straflosigkeit solcher Gewalttaten in Ghana. Zwar verabschiedete das Parlament 2023 ein entsprechendes Gesetz, doch wurde es nie in Kraft gesetzt. Daher verbreiten sich Hexereivorwürfe, die sich vorwiegend gegen ältere Frauen richten, weiterhin, da es keinen rechtlichen Rahmen gibt, um sie zu bestrafen.
Habibatou Gologo, stellvertretende Regionaldirektorin für Kampagnen bei Amnesty International in West- und Zentralafrika, hebt diese institutionelle Blockade hervor. Zwischen der Verabschiedung eines Parlamentsgesetzes und dessen Inkrafttreten fliehen Frauen aus ihren Dörfern, suchen Zuflucht in provisorischen Lagern und leben in ständiger Angst vor Repressalien. Diese Entwicklungen dokumentieren und prangern Menschenrechtsorganisationen an.
Die Frage nach der Blockade im Gesetzgebungsverfahren bleibt ungeklärt. Warum wurde der Text von 2023 nicht rechtskräftig? Die Gründe hierfür sind eine Mischung aus kulturellem Widerstand, Druck aus der Bevölkerung und politischen Verzögerungen. Unterdessen erhalten Frauen, die ins Exil gezwungen werden, keinen formellen Schutz vom Staat.
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