Am Sonntagabend kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitszüge nahe Adamuz in der Provinz Córdoba, Andalusien, wobei mindestens 41 Menschen ums Leben kamen. Der Unfall ereignete sich gegen 19:45 Uhr auf einem kürzlich modernisierten, geraden Streckenabschnitt. Beteiligt waren ein Iryo-Zug aus Málaga und ein entgegenkommender Renfe-Alvia-Zug. Der Iryo-Zug entgleiste und prallte mit voller Wucht gegen den anderen Zug.
Der Innenminister schließt jegliche kriminelle Beteiligung aus.
Am Dienstag schloss der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska jegliche Möglichkeit einer Sabotage aus. „Die Möglichkeit einer Sabotage wurde nie in Betracht gezogen. Von Anfang an sprachen wir über technische Fragen im Zusammenhang mit dem Schienenverkehr.“Er erklärte und präzisierte, dass„Es gab nie auch nur den geringsten Hinweis darauf.“.
Berücksichtigung technischer Ursachen
Politiker und Bahnbetreiber nennen vor allem technische Mängel oder Infrastrukturprobleme als Ursache. Der Präsident von Renfe beschrieb den Unfall als"äußerst seltsam" Da der Zug auf einem geraden und erst kürzlich renovierten Streckenabschnitt fuhr, betonte der Verkehrsminister, dass die Geschwindigkeit des Zuges zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes, die unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit lag, überhöhte Geschwindigkeit unwahrscheinlich mache.
Eine noch vorläufige Einschätzung
Der andalusische Regionalpräsident erklärte, die genaue Zahl der Opfer könne innerhalb von 24 bis 48 Stunden feststehen, da die Rettungsarbeiten andauern. Einsatzkräfte bergen mit schwerem Gerät Verschüttete und unterstützen die Suche in dem aufgrund des unwegsamen Geländes schwer zugänglichen Gebiet.
Die spanische Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Ministerpräsident Pedro Sánchez versicherte, dass die Untersuchung mit größter Sorgfalt durchgeführt werde. "absolute Transparenz" und dass die Ergebnisse so schnell wie möglich veröffentlicht würden. Die königliche Familie besuchte den Unglücksort, um den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl auszudrücken, während die Ermittler weiterhin allen technischen Hinweisen nachgehen.